Sportschule Ungeheuer

Herzfrequenz, wie hoch soll sie sein

Der Belastungspuls regiert sich nach einer einfachen Regel: Je höher die Anstrengung, umso höher der Puls. Bei maximaler Anstrengung erreicht man einen Puls von 100% des Maximums, ein Wert von 220 wird hierbei eigentlich nie überschritten. Den Grenzwert des Pulses errechnet man duch 220 minus das Alter.

Diesen Wert benutzen Trainer und Sportmediziner, um die verschiedenen Trainingsbereiche zu definieren: Regenerationstraining findet bei einem Puls von ca. 65% des Maximalwertes, Ausdauertraining bei ca. 75%, intensives Training bei ca. 85 bis 95% und Wettkämpfe wie 10 km und Marathon bei einem Puls von 92-95% des Maximums statt.

Der Trainingspuls hängt nicht nur von der Belastungsintensität, sondern auch von verschiedenen Faktoren wie Stress, Temperatur und Traningszustands ab. Bei härteren Bedingungen (starke Gegener, unmittelbare Wettkampf-vorbereitung etc.) ist bei der selben Trainingsintensität der Puls deutlich höher.

Sogar die Ernährung kann den Puls beeinflussen: Wenn Sie unmittelbar vor dem Training einen starken Kaffee getrunken haben, viel Zucker dem Körper zugeführt haben oder mit vollem Magen trainieren, steigt der Puls während des Trainings höher als gewöhnlich.

Für die genaue Bestimmung des Belastungspulses spielt eine wichtige Rolle die Methode, die Sie für die Pulsmessung benutzen. Es ist sehr unpräzis, den Puls am Handgelenk oder am Hals während des Trainings zu messen. Aus diesem Grund sollte man die Herzfrequenz immer am Handgelenk unmittelbar nach Ende einer Trainingsuntereinheit, 15 Sekunden lang bestimmen und dann mal 4 multiplizieren, um den Puls pro Minute zu erfahren.

Wesentlich genauer jedoch läßt sich der Puls sogar vor, während und nach dem Training mit Hilfe eines Herzfrequenzmessgeräts ermitteln, ja sogar statistsch erfassen und reproduzierbar vergleichen (z.B mit Polar Herzfrequenz Uhren, oder jedem vergleichbaren Gerät).