Sportschule Ungeheuer

Tapen

Tapes schützen und beschleunigen Heilungsprozesses des Sehnen-Band-Apparats

Wer kennt das nicht:

Ein Band leidet, ein Gelenk schmerzt und schon wird vom Arzt ein "Sportverbot" verhängt, sprich totale Ruhigstellung der betroffenen Patien verordnet. Für den Sportler bedeutet eine solche Zwangspause oft das Ende einer Wettkampfvorbereitung.

Dabei ist komplette Ruhigstellung eigentlich nur in den schwereren Fällen ( Fraktur, Bänderriss etc.) unumgänglich. Mittlerweile weiß man um die negativen Nebenwirkung bei völlig aussetzender Belastung: Muskelschwund, Rückgang der Knochendichte etc. Auserdem heilen die Kollagen Fasern in geschädigten Bändern und Sehnen bei mangelnden Bewegungsreizen in ungeordneten Strukturen, was anschließend geringere Belastbarkeit zur Folge hat.

Um dem entgegenzuwirken, haben diverse Firmen Tapes entwickelt, ein funktionaler Tapeverband, der sowohl in der Therapie als auch in der Prophylaxe von Sportverletzungen zum Einsatz kommt

Die Grundidee der funktionellen Verbandstechnik liegt darin, daß sie im Gegensatz zur Immobilisation, nur gezielt jene Bewegungen limitiert, die eine Verletzung hervorgerufen haben bzw. verursachen können. Beim Sprunggelenk bedeutet dies z.B., daß lediglich Abknicken und seitliches Verdrehen stark eingeschränkt werden, die zum Gehen notwendige Fußstreckung und - beugung hingegen nur unwesentlich reduziert wird.

Laut Aussage der Hersteller kann das Tape bei leichten bis mittelschweren Zerrungen eingesetzt werden, bei bei Überdehnung, bei Kapseleinrissen sowie bei chronischer Schwächung der Bänder. Neben der passiven, selektiven Stützfunktion konnte man in Untersuchungen übrigens auch eine Verbesserung der Proprioezption feststellen (jenes Reflexbogens, der bei Lage- b.z.w. Belastungsveränderungen eine schnelle Ausgleichsreaktion des Muskelapparates zum Schutz der Gelenke und Bänder auslöst).
Neben dem Sprunggelenktapes bieten diese Firmen eine Vielzahl andere Tape und Stretch Verbände an, die etwa bei der Behandlung von Knieverletzungen oder Achilessehnen Reizungen unterstützend wirken.

Aber aufgepaßt: Irgendwie rumwickeln und nichts wie raus ist nicht angesagt! Das Anlegen eines Tape- Verbandes erfordert Grundkenntnisse in Anatomie und Biomechanik, also laßt Euch beim Einsatz vom Arzt oder Physiotherapeuten beraten.

Mit einer gewissen Übung ist das Anlegen jedoch leicht erlernbar.

Erfolg Garantiert!